PLA, PETG, TPU oder ASA: Welches 3D-Druck-Material wofür?
Nicht jedes 3D-Druck-Material passt zu jedem Einsatzzweck. Wir arbeiten täglich mit vier Kunststoffen — hier ist der ehrliche Vergleich, den wir uns selbst am Anfang gewünscht hätten.
PLA — der Standard für Wohnobjekte
PLA (Polylactid) wird auf Basis nachwachsender Rohstoffe wie Maisstärke hergestellt und ist biobasiert. Es lässt sich äußerst präzise drucken und ergibt die matte, hochwertige Oberfläche, die unsere Vasen und Accessoires auszeichnet. Seine Grenze: Ab etwa 55–60 °C beginnt PLA weich zu werden. Für Wohnräume ist das völlig unkritisch — fürs Auto-Armaturenbrett im Hochsommer oder direkt neben dem Herd ist es das falsche Material.
PETG — zäh, dicht, lebensnah
PETG kennst du aus Getränkeflaschen: zäher als PLA, wasserdicht und temperaturstabiler. Bei uns übernimmt PETG die unsichtbare Hauptrolle — als wasserdichter Einsatz in jeder Vase und jedem Übertopf.
TPU — das flexible Material
TPU 95A ist ein gummiartig flexibler Kunststoff. Für Wohndeko braucht man ihn selten, für funktionale Teile umso öfter: Dämpfer, Schutzkappen, rutschfeste Füße. Im B2B-Bereich drucken wir damit Bauteile, die sich biegen müssen, ohne zu brechen.
ASA — für draußen
ASA ist UV-beständig und wetterfest — das Material für Außenanwendungen, Beschilderung oder Teile, die dauerhaft Sonne sehen. Es ist aufwendiger zu verarbeiten und nicht biobasiert, deshalb setzen wir es gezielt dort ein, wo PLA an seine Grenzen kommt: in Kundenprojekten für den Außenbereich.
Unsere Faustregel
Wohnobjekt mit Anspruch an Optik und Nachhaltigkeit → PLA. Kontakt mit Wasser → PETG. Muss es flexibel sein → TPU. Muss es raus in Sonne und Wetter → ASA. Für dein individuelles Projekt — vom Branding-Objekt bis zur Kleinserie — beraten wir dich gern über unsere Unternehmensseite.


